Inhalte im Bereich: Meinung



Beim Jahreswechsel 2020/2021 hatte es wegen der Corona-Pandemie ein deutschlandweites Verkaufsverbot von Feuerwerk gegeben.
8. Nov. 2021
Böllerverbot

Städtetag lehnt generelles Böllerverbot an Silvester ab

Der Deutsche Städtetag ist gegen ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk. Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "Ein solches Verbot ist nicht nötig." Dedy verwies auf die Tradition und sagte: "Silvesterfeuerwerk gehört für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu." Damit stellte er sich gegen die Polizeigewerkschaften DPolG und GdP, die zuvor ein generelles Böllerverbot an diesem Silvesterfest gefordert und dies sowohl mit der Corona-Lage wie auch Sicherheitsfragen begründet hatten.

Wenn die Staaten sich in den jetzt nötigen harten Verhandlungen nicht zu verbindlichen Abkommen verpflichten, müssen Wissenschaftler fast schon nicht mehr weiter rechnen.
7. Nov. 2021
Zwischenbilanz der Klimakonferenz

Große Worte, wenig dahinter

Die erste von zwei Wochen der Weltklimakonferenz in Glasgow ist vorbei. Ist das Glas nun halb leer oder halb voll? Viele der Kritiker sind sich einig: Das reicht überhaupt noch nicht. Am weitesten ging Greta Thunberg, die den Gipfel schon als gescheitert bezeichnete. Das geht sicher sehr weit, aber das Misstrauen der Kritiker ist berechtigt. Zwar gibt es etwa eine Erklärung zum Stopp der Entwaldung bis 2030, aber damit werden - unter anderem vom hier ebenfalls beteiligten Brasilien - noch neun Jahre Rodungen ermöglicht. Ähnlich sieht es aus, wenn andere, vermeintlich fortschrittliche Ankünd...

Bund und Länder hätten längst eine angemessene bessere Vergütung regeln können. Tausende Pflegekräfte haben dem aufopferungsvollen Beruf den Rücken gekehrt. Nicht nur weil es zu wenig Geld und Anerkennung dafür gab, sondern auch weil sie einfach über ihre Grenzen gefordert waren.
7. Nov. 2021
Infektionszahlen

Die vierte Corona-Welle erfordert rasches Handeln

Es geht offenbar noch schlimmer. Die vierte Corona-Welle schwappt über Deutschland. Und das mutierte Covid-19-Virus grassiert besonders schlimm in einigen Regionen Bayerns. Die Krankenhaus-Ampel springt auf Gelb. Teilweise sind Intensivstationen bereits wieder überfüllt.

2011, nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima, beschloss die Bundesregierung, 2022 aus der Atomkraft auszusteigen.
5. Nov. 2021
Klimaschutz

Sind die Klimaziele ohne Atomenergie zu schaffen?

Kann man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Nein. Es hieße, ein Übel durch ein anderes zu ersetzen. Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern wird die Erde bis zur Unbewohnbarkeit zerstören, wenn wir das nicht stoppen. Atomstrom aber bürdet den künftigen Generationen strahlenden Müll auf - ein Endlager ist ja keine Lösung -, birgt auch bei neuen Anlagen ein geringes, aber vernichtendes Restrisiko - und ist selbst nicht CO2-neutral.Die German Angst vor der Atomkraft - geschenkt.

Klimaaktivistin attackiert Ampel-Koalitionäre - "Was wir aus Verhandlungen hören, lässt Schlimmes vermuten"
5. Nov. 2021
Klimaschutz

Luisa Neubauer: "Mache mir riesengroße Sorgen über den Stand der Koalitionsverhandlungen"

Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat sich bestürzt über die Ampel-Gespräche in Berlin geäußert: "Ich mache mir riesengroße Sorgen über den Stand der Koalitionsverhandlungen. Ich frage mich, wann die Verhandlerinnen und Verhandler anfangen, sich die wirkliche Welt anzugucken, und die Verantwortung annehmen, die vor ihnen liegt", sagte Neubauer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Was wir aus den Verhandlungen hören, lässt Schlimmes vermuten."

Geschäftsführende CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer: "Der NSU-Komplex wurde aufgearbeitet"
1. Nov. 2021
Kommentar

NSU-Aufarbeitung: Noch lange nicht

Zumindest der noch geschäftsführende CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer ist mit seiner Arbeit zufrieden. "Der NSU-Komplex wurde aufgearbeitet", verkündete der Politiker angesichts des anstehenden zehnten Jahrestags der Selbstenttarnung der rechten Terrorgruppe. Handlungsempfehlungen an die Behörden seien "weitestgehend umgesetzt" und die zu klärenden Verbindungen in 13 Untersuchungsausschüssen durchleuchtet. Zwar sei es nicht möglich gewesen, alle Fragen restlos zu beantworten, aber - so sind seine Worte zu übersetzen - niemand sei perfekt und man müsse ja nun auch mal nach vorne schauen.

Der US-Präsident, der den Ruf eines rationalen und verlässlichen Politikers genießt, hat sich furchtbar verrechnet.
16. Aug. 2021
Verzweiflung der Zurückbleibenden

Nicht nur Biden hat versagt

Kein zweites Saigon. Das sagt US-Außenminister Antony Blinken und verrät damit nur, in welcher Not seine Regierung steckt: Nur bitte kein zweites Saigon, so sehr die fluchtartige Endphase des Nato-Abzugs und die Verzweiflung der Zurückbleibenden auch an das Desaster am Ende des Vietnamkriegs erinnern.

Menschenwürde für Mann und Frau, moderne Bildung für alle und demokratische Grundsätze - all das steht jetzt in Frage.
15. Aug. 2021
Kabul fällt

Einfach abgehauen

Das war's also. Zwanzig Jahre lang hat sich der Westen an Afghanistan abgemüht, Tausende Soldaten sind gefallen. Und nun geht das Land einfach zurück an die Taliban. Kabul fällt ohne einen Schuss, Europäer und Nordamerikaner hauen ab.

Die Afghan*innen sollen ein Staatskonstrukt verteidigen, das ihnen die westlichen Staaten mit reichlich finanzieller Unterstützung schmackhaft gemacht haben, das aber nicht im Land und aus den Bedürfnissen der Bürger*innen selbst entstanden ist.
13. Aug. 2021
US-Interventionspolitik

Am Ende nichts gelernt

Der selbst ernannte Weltpolizist zieht aus Afghanistan ab. 3000 US-Soldaten sichern die Evakuierung der verbliebenen US-Bürger, die selbstverständlich keine Evakuierung sein soll. Auch handele es sich nicht etwa um einen vollständigen Rückzug. Die Afghanen müssten nun "selbst kämpfen, um ihren Staat kämpfen", äußerte US-Präsident Joe Biden bei der Verteidigung des US-Abzugs am vergangenen Dienstag im Weißen Haus in Washington. Ein letztes Aufbäumen und der Anspruch auf die Deutungshoheit. Zynischer geht es nicht.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter wirft SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz nun völlige Unglaubwürdigkeit vor.
11. Aug. 2021
Reformkurs

Biden hat viele Erwartungen in Kuba enttäuscht

In Kuba hat sich die Lage nach den großen Protesten in vielen Städten am 11. Juli oberflächlich beruhigt. "Ich halte neue Proteste durchaus für denkbar, wenn sich die Versorgungslage nicht dauerhaft und spürbar verbessert. Sie ist weiterhin prekär. Die langen Schlangen vor den Geschäften sind für viele unerträglich", sagte der in Havanna lebende Historiker Rainer Schultz gegenüber "nd.DerTag" (Donnerstagausgabe).

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