Inhalte im Bereich: Themen



Stellen Sie sich vor, eine Ihrer vielen Schwestern drängt, für ihre Schulden geradezustehen, auf Dauer und ohne Konditionen.
23. Apr. 2020

Solidarität mit Maß

Die EU-Staatschefs stehen vor fundamentalen Fragen. Das Antikrisenkonzept, das sie seit gestern Nachmittag beraten, kreist um Corona-Bonds, die auf eine Vergemeinschaftung von Schulden hinauslaufen und nach denen Italien am lautesten ruft. Sogar der Papst schickt vor der Videokonferenz Gebete zum Himmel: Europa möge es gelingen, die "geschwisterliche Einheit zu erreichen, von der die Gründerväter der EU geträumt haben". Das Bild passt, auch, um zu verstehen, warum Corona-Bonds ein verheerendes Signal wären.

Erntehelfer werden in Gruppen von mehr als 40 Personen in jeweils einem Anhänger vom Hof zu den Feldern transportiert.
23. Apr. 2020

Lücken beim Corona-Schutz für Erntehelfer

Trotz der Corona-Schutz-Regelungen für Erntehelfer („Saison-Arbeitskräfte“) kommt es in Deutschland zu Verstößen gegen allgemein geltende Regeln des Gesundheitsschutzes. Nach Recherchen des ARD-Magazins „Panorama“ (NDR) werden Erntehelfer in großen Betrieben, etwa in Rheinland-Pfalz, weiterhin in Gruppen von mehr als 40 Personen in jeweils einem Anhänger vom Hof zu den Feldern transportiert. Dabei tragen die Erntehelfer oft keine Masken. Arbeitsgruppen haben eine Größe von bis zu 45 Personen. Sie sind außerdem weiterhin in Mehrbettzimmern mit voller Auslastung untergebracht. Nach den in gro...

Der Begriff "Social Distancing" ist ja eindeutig. Aber wird es nur beim räumlich gemeinten Abstand voneinander bleiben? Oder wird die Distanzierung tiefer gehen?
20. Apr. 2020

Folgen der Corona-Krise

Jeder ist sich selbst der Nächste. Dieser Satz hat selten so zugetroffen wie jetzt in der Corona-Krise. Allein schon aufgrund von Kontaktverbot und Selbstquarantäne, weil Menschen auf sich zurückgeworfen werden - und mit sich selbst mehr zurechtkommen müssen als sonst.

In der Corona-Krise erwarten uns quälende Durststrecken. Die erste wird gerade erreicht.
20. Apr. 2020

Quälende Corona-Momente - Die Ernüchterung der Bürger wächst

Nach vier Wochen Ausnahmezustand sind die Bürger zunehmend erschöpft und entnervt. Das gilt nicht nur für Mütter im Homeoffice, Abiturienten im Corona-Sonderregel-Stress oder dem Heer von Beschäftigten in Kurzarbeit. Langsam dämmert allen, dass das Virus das Leben lange einschränken wird.

Armut behindert Migration, Armut verhindert Migration, Armut führt eher dazu, dass Menschen festsitzen."
18. Apr. 2020

Pandemie und wachsende Armut bremsen Migration

Der Migrationsforscher Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück hat der These widersprochen, wachsende Armut infolge der Corona-Pandemie werde die Migration verstärken. Oltmer sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Vieles spricht für den genau gegenteiligen Effekt. Denn man muss sich immer klarmachen, dass Migration über die Grenzen von Ländern oder sogar Kontinenten hinweg teuer ist. Und da die wirtschaftlichen Verhältnisse sich durch die Pandemie verschlechtern, wird Migration eher erschwert."

Das Schwächeln der Oppositionsparteien darf sich aber nicht in ihrem politischen Handeln niederschlagen. Eine Demokratie lebt vom kritischen Zwischenruf der Nicht-Regierungs-Parteien.
16. Apr. 2020

Macht mit Bedacht nutzen

Die Regierenden in diesem Land richten derzeit viel Dank an die Bürgerinnen und Bürger. Es wird dafür gedankt, dass die Menschen sich an die Corona-Einschränkungen halten, auf Kontakte verzichten, im Home-Office bleiben, insgesamt große Disziplin an den Tag legen. Dieser Dank ist ganz nett. Doch zugleich besteht die Gefahr, dass der Grund für die große Folgebereitschaft der Bevölkerung dabei ausgeblendet wird. Denn die Bürger halten sich nicht an die Regeln, weil sie etwa der Regierung einen Gefallen tun wollen. Das räumte selbst die Kanzlerin bei der vorgestrigen Vorstellung der ersten Sch...

Nachdem sie der Tui 1,8 Milliarden Euro an Staatskredit gewährt hat und wohl bei Lufthansa einsteigt, könnte es falsch sein, auch Condor zu unterstützen.
14. Apr. 2020

Vorsicht beim Verteilen von Steuergeldern

Der Betrugsskandal rund um die NRW-Soforthilfen bestätigt, dass Missbrauch, Tricksereien und Straftaten zu erwarten sind, wenn in kurzer Zeit viele hundert Millionen Euro verteilt werden. Das ist zu bedauern, aber nur schwer zu vermeiden. Es ist gut, wenn NRW nun nachsteuert. Und es ist ärgerlich, dass bei den Anträgen auf Soforthilfe nicht von Anfang an überprüft wurde, ob das Geld auf einem Konto landen soll, das den Behörden bekannt war. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte zwar Recht damit, auf ein zügiges digitales Verfahren zu setzen, um vielen zehntausend bedrohten Untern...

Schutzmaßnahmen werden bis auf Weiteres ein steter Begleiter bleiben.
13. Apr. 2020

Exit-Pläne aus der Corona-Krise

Eines vorweg: Gesundheit und Menschenleben haben Priorität - in der Corona-Krise ganz besonders. Das bedeutet aber nicht, dass alles andere automatisch nachrangig oder gar zu vernachlässigen wäre. Das gilt für das tägliche Leben jedes Einzelnen wie für das gesellschaftliche und öffentliche Leben in all seinen Facetten.

Wir müssen uns als Verbraucher in den kommenden Monaten umstellen.
1. Apr. 2020

Obst und Gemüse werden knapper und teurer

Das Lebensmittelangebot in den Supermärkten wird sich laut Bauernpräsident Joachim Rukwied in den kommenden Wochen und Monaten wohl spürbar ändern. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Rukwied: "Wir müssen damit rechnen, dass es insgesamt zu einer Verknappung bei Obst und Gemüse kommen wird." Hintergrund sei der Mangel an Saisonarbeitskräften aus Osteuropa im Zuge der Corona-Krise. Pflanzen, Pflegen und Ernten werde in diesem Jahr nicht so ablaufen können wie gewohnt. Landwirte stünden derzeit akut vor der Entscheidung, ob sie Pflanzgut abbestellten.

Das Primat der Gesundheit war notwendig, um so etwas Unvorstellbares wie den aktuellen Shutdown durchzusetzen.
27. März 2020

Wie zurück?

Nein, wir haben noch keinen Beleg dafür, dass die einschneidenden Maßnahmen die Verbreitung des Coronavirus abgeflacht haben. Ja, die Bewährungsprobe steht uns erst noch bevor, wenn auch in Deutschland die medizinische Infrastruktur an ihre Grenzen stoßen sollte. Und doch müssen wir schon jetzt damit beginnen, uns Gedanken über den Weg zurück zu machen. Das Primat der Gesundheit war notwendig, um so etwas Unvorstellbares wie den aktuellen Shutdown durchzusetzen. Notwendig, um die Einsicht der ganzen Gesellschaft darin zu erreichen, was auf dem Spiel steht.

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