Inhalte im Bereich: Wirtschaft



Die Staats- und Regierungschefs sollten ihren Finanzministern den Auftrag erteilen, den ESM in der jetzigen Krise zu aktivieren.
25. März 2020

Rettungsschirm jetzt nutzen

ESM-Chef Klaus Regling hat in der Debatte um Eurobonds in dieser Woche einen interessanten Einwurf gemacht: Sowohl sein Haus als auch die Europäische Investitionsbank (EIB) begäben im Zuge der Coronakrise zurzeit ja schon mehr Anleihen als eigentlich geplant - Anleihen, die von den jeweiligen Mitgliedstaaten garantiert würden, sprich: in dem einen Fall die Euro-Staaten und im anderen Fall die EU-Staaten. Es gibt also in Europa durchaus schon gemeinsam emittierte Bonds. Die Frage, die Regling mit seinem Hinweis zu Recht aufwirft: Wie nützlich ist diese "Corona-Bond"-Debatte in der jetzigen K...

Der Bund hat mit dem Nachtragshaushalt seine Ausgaben in diesem Jahr mal eben um ein Drittel erhöht.
23. März 2020

Viel hilft viel

Es kann einem schon schwindelig werden angesichts der großen Zahlen, die das Bundeskabinett an Hilfen für die Wirtschaft, Unternehmer und die Bevölkerung zum Schutz gegen die Folgen der Coronakrise beschlossen hat. Der Bund hat mit dem Nachtragshaushalt seine Ausgaben in diesem Jahr mal eben um ein Drittel erhöht. Ein weiteres Zehntel entfällt auf ausbleibende Steuereinnahmen durch den Einbruch der Wirtschaft. In diesem Fall gilt aber die Plattitüde: Viel hilft viel.

Ist die geschichtsträchtigste Woche erst erreicht, wenn Lagarde Helikoptergeld 5.0 ankündigt?
20. März 2020

Die Turbulenzen halten an

Ob die gerade abgelaufene Woche als die geschichtsträchtigste in Sachen Coronakrisen-Bekämpfung in die Kapitalmarktjahrbücher eingehen wird oder ob dies nur der Anfang einer Kette von Paukenschlägen internationaler Zentralbanken war, lässt sich noch gar nicht abschätzen. Schließlich weiß keiner, wie es mit der Corona-Pandemie weitergeht. Fakt ist, dass Notenbanken rund um den Globus Zinsen gesenkt und Maßnahmen des Quantitative Easing (wieder) ergriffen oder ausgeweitet haben. So auch die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrem Pandemic Emergency Purchase Programme - kurz PEPP - in Höhe von...

Leider wirkt - auch in der Krise - nicht jedes Mittel gleich gut.
18. März 2020

Gegensteuern

Viel hilft viel. Das ist derzeit die Devise der Politiker rund um den Globus. Ob Helikoptergeld, direkte Finanzspritzen, Liquiditätshilfen oder Steuerstundungen - zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie scheint den Regierungen jedes Mittel recht. Leider wirkt - auch in der Krise - nicht jedes Mittel gleich gut. Dies galt für die jüngsten Zinssenkungen und Anleihekäufe der Notenbanken, die gälte beispielsweise auch für die schon lange geforderte Senkung der Körperschaftssteuer. Wo die Krise Gewinne in Verluste verwandelt, bringt eine Entlastung der Ertragsbesteuerung w...

Seit Anfang des Jahres befindet sich der Autobauer im "Task-force-Modus".
17. März 2020

Volkswagen im Task-force-Modus

Der Ausnahmezustand, in den die Ausbreitung des Coronavirus die Welt in rasanter Weise versetzt, hat den weltgrößten Autobauer zu einer Aussetzung seiner Produktion veranlasst. In weiten Teilen Europas lässt Volkswagen als erster deutscher Großkonzern die Fertigung ruhen. Damit kommen die Wolfsburger richtigerweise dem Schutzbedürfnis der Mitarbeiter nach. Auch wenn sich bis zum Dienstag laut Unternehmensangaben "erst" 25 von weltweit 670000 Beschäftigten mit dem neuartigen Virus infizierten: Die unwirkliche Situation bereitet Sorgen und Ängste.

Es ist ein großer Fehler, dass die EU keine koordinierte Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus und dessen wirtschaftliche Auswirkungen hat.
17. März 2020

Ökonomen warnen wegen Coronavirus vor neuer Banken- und Staatsschuldenkrise

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus warnen führende Ökonomen vor einer dramatischen Ausweitung der ökonomischen Krise. Clemens Fuest, Chef des Münchner Ifo-Instituts, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Es ist jetzt besonders wichtig, dass zu den direkten Belastungen durch die Corona-Krise nicht noch eine Banken- oder Staatsschuldenkrise hinzukommt." Auch Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), mahnte: "Wir dürfen in Deutschland nicht nur in nationalen Grenzen denken." Es sei auch ein großer Fehler, "dass die EU keine koordinierte Stra...

Mark Carney
11. März 2020

Musterknabe: Bank of England

Mark Carney hat in der letzten Woche seiner Amtszeit als Gouverneur der Bank of England eine Salve aus der Stalinorgel abgefeuert, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die britische Wirtschaft zu begrenzen. Die Rückführung des Leitzinses auf sein historisches Tief ist dabei nicht das Wichtigste. Nach dem Vorpreschen der US-Notenbank war schon zu erwarten, dass die Old Lady of Threadneedle Street früher oder später nachziehen würde. Entscheidend sind vielmehr die Reduzierung der Kapitalanforderungen an die Banken und die Förderung der Kreditvergabe an den Mittelstand.

Deutsche Börse Frankfurt
11. März 2020

Volkswirte wollen mehr Hilfen für die Wirtschaft

Eine Gruppe von prominenten Wirtschaftswissenschaftlern unterstützt das Paket der Koalition mit Hilfen für die Wirtschaft in der Corona-Krise. Gleichzeitig jedoch fordern sie die Regierung auf, mehr zu tun. „Es sind bereits jetzt weitergehende Schritte erforderlich“, heißt es in einem 15seitigen Papier der sieben Volkswirte, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. „Wenn erfor-derlich, muss zur Behebung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise von der Schwarzen Null im Staatshaushalt abgewichen werden, und es sind die Spielräume zu nutzen, die die Schuldenbremse bietet“, schreiben sie.

Es ist der gefühlte und tatsächliche Kontrollverlust, der die Menschen in Angst versetzt.
9. März 2020

Kontrollverlust

Die nächste Krise sei so sicher wie das Amen in der Kirche, aber man wisse nicht, wann sie komme und durch was sie ausgelöst werde. So das Narrativ seit Bewältigung der Finanzkrise. Nun wissen wir es. Es ist nicht ein geopolitisches Risiko, das Krisenforscher und Ökonomen als Auslöser im Blick hatten, sondern ein medizinisches, die Coronavirus-Epidemie.

Leipziger Strasse, Berlin
9. März 2020

Geplante Reform verschärft die Lage im Immobilienmarkt

Möchten Hausbesitzer ihre Mehrfamilienhäuser umwandeln und die Wohnungen einzeln verkaufen, brauchen sie dafür künftig eine Genehmigung – so zumindest will es das Bundesjustizministerium. Entlastet wird der Wohnungsmarkt dadurch aber nicht, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Unsere 283 Autoren und Partner haben für uns 11614 Beiträgen produziert.
Seit 2010 sind unsere Beiträge
264930379 mal aufgerufen worden.

Aktuell besuchen 20220 Gäste unserer Webseite und 2 Redakteure sind online.